Die Sonne gilt heute als Gesund­heitsrisiko, da sie laut Ärzten zu Hautkrebs führen kann. Andererseits ist die Sonne extrem wichtig für unseren Körper, weil sie uns mit dem wichtigen Vitamin D versorgt welches bei den meisten Menschen besonders in den Wintermonaten ungenügend vorhanden ist.

Sonnencremes als Gesundheitsrisiko?

In denn letzten Jahren wurden immer mehr Stimmen laut, dass die Zunahme von Hautkrebs nicht mit der Sonne, sondern mit der Verwendung von Sonnencremes zusammenhängen könnte. Tatsächlich sind in den heutigen Produkten z.T. eine Vielzahl von umstrittenen Inhaltsstoffen enthalten, die durch die Haut in den Körper gelangen und dort nur schwer wieder abgebaut werden können. Die Vermutung ist dabei gerechtfertigt, dass nicht das Sonnenlicht, sondern die extreme Zunahme der Verwendung von Sonnencremes in den letzten Jahrzehnten für den Anstieg der Hautkrebsfälle verantwortlich sein könnte. Sonnenbaden ist grundsätzlich gesund für den Körper solange dies im Masse geschieht. Jedoch wird für ein schön gebräunter Körper dieses Mass gerne mal überschritten, und damit den einen oder anderen Sonnenbrand in Kauf genommen.

Sonnencreme muss nicht immer sein

Ein weiteres Problem des Sonnenschutzes ist, das durch das Auftragen einer Sonnenmilch die Vitamin-D-Aufnahme des Körper gestört wird, daher sollten Sie wenn möglich darauf schauen, das Sie regelmässig die ersten 15 – 30 Min. (je nach Hauttyp) auch mal ohne Schutz an der Sonne sind, da nur so eine Aufnahme von Vitamin D gewährleistet ist. Jedoch sollte man das nicht übertreiben und rechtzeitig für einen Sonnenschutz auftragen sonst droht ein Sonnenbrand.

Der richtige Sonnenschutz ist wichtig

Bei der Auswahl einer Sonnencreme ist es ratsam, ein Produkt zu verwenden, welches keine giftigen, bedenklichen Stoffe enthält. Da wir den Sonnenschutz mehrmals täglich auf den Körper auftragen, sollten wir daher sichergehen, dass keine gesundheitsschädlichen Stoffe über die Haut aufgenommen werden. Dazu gibt es heute auch ein grosses Angebot von natürlichen, biologischen Sonnencremes die ohne belastende Chemikalien auskommen. Sie können aber auch problemlos selbst eine natürliche, hausgemachte Sonnencreme herstellen, nachfolgend finden Sie ein Rezept für Ihre eigene, natürliche Sonnencreme.

Die Zutaten:

  • Kokosöl, hat selbst einen natürlichen Lichtschutzfaktor sowie eine antibakterielle Wirkung
  • Sheabutter, ebenfalls mit einem leichten Lichtschutzfaktor
  • Jojobaöl pflegt und nährt die Haut
  • Ätherische Öle verleihen Ihrer Sonnencreme einen angenehmes Aroma
  • Vitamin-E-Öl nährt die Haut, wirkt feuchtigkeitsspendend und schützt die Haut
  • Zinkoxid ist ein UV-Filter, der wirksam UVA- und UVB-Strahlung absorbiert

Hinweis zum Kauf von Zinkoxid: Achten Sie beim Kauf von Zinkoxid darauf, dass die Partikel nicht kleiner als 100 nm sind, damit sie die Haut nicht durchdringen können. Mit der beigemischten Menge von Zinkoxid kann man den gewünschten Lichtschutzfaktor steuern, es sollten jedoch nicht mehr als 20% verwendet werden, da sonst die Creme zu dick wird, und sich schlecht auftragen lässt.

5 % Zinkoxid – LSF 2 bis 5
10 % Zinkoxid – LSF 6 bis 11
15 % Zinkoxid – LSF 12 – 19
20 % Zinkoxid – LSF 20 und höher

Grundrezept für 60g Sonnencreme:
Für die Verarbeitung des Zinkoxid raten wir eine Mund-Nasen-Schutz (aus dem Baumarkt) zu verwenden, damit die feinen Partikel des Zinkoxids nicht in die Atemwege gelangen.

  • 30 g Kokosöl
  • 24 g Sheabutter
  • 3 g Jojobaöl
  • 3 g Vitamin-E-Öl
  • 30 Tropfen ätherische Öle, z. B. 15 Tropfen Lavendelöl und 15 Tropfen Eukalyptusöl
  • Zinkoxidpulver je nach gewünschtem Lichtschutzfaktor (LSF)

Zubereitung
Geben Sie Kokosöl, Sheabutter und Jojobaöl ins warme Wasserbad. Erhitzen Sie das Wasser vorsichtig, bis beide Zutaten geschmolzen sind und nehmen Sie die Öle aus dem Wasserbad. Lassen Sie die Öle etwas abkühlen. Legen Sie nun die Atemmaske an, messen Sie das Zinkoxid ab und geben Sie es gemeinsam mit dem Vitamin-E-Öl und den ätherischen Ölen zum Ölmix. Rühren Sie alles gut unter, füllen Sie Ihre Sonnenschutzlotion in ein Dunkelglasgefäss oder einen Cremetiegel und lagern Sie sie im Kühlschrank.

Die Sonnencreme hält etwa 6 Monate, wenn sie kühl und dunkel gelagert wird. Wenn Sie die Sonnencreme mit ins Freibad oder an den Strand nehmen, achten Sie auf dunkle Aufbewahrung und stellen Sie sie über Nacht wieder in den Kühlschrank.

Weiterführende Informationen: Sonnencreme – natürlich, wirksam und selbst gemacht.


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