Bewegung ist schon seit Urzeiten ein wichtiger Bestandteil der Menschheit. Durch den öffentlichen Verkehr, das Auto, die Digitalisierung und den Schreibtisch hat sich unser tägliches Bewegungs-Pensum deutlich verringert. Heute verbringen immer mehr Menschen ein Grossteil Ihrer Zeit im Sitzen und Liegen.

Der Mensch hat zwei Beine, folglich gehört das Laufen zu unserer natürlichsten Fortbewegungsart. Im Laufe unserer Entwicklungsgeschichte haben wir uns vom aktiven Jäger- und Sammler zum immer passiver werdenden Büro- und Stubenhockern entwickelt. Erste Folgen davon sind, dass sich das Verhältnis zwischen Körpergrösse und Körperge­wicht (BodyMass-Index) in den letzten 50 Jahren massiv verschlechtert hat. Zudem zeigt sich bereits bei Kindern ein Defizit im Bewegungsapparat, der nicht zuletzt auch auf das Bewegungsverhalten der Eltern zurückzuführen ist.

Folgen des Bewegungsmangels

Wenn sich unser Körper zu wenig bewegt, können sich einige Dinge zurückbilden. Unser Skelettsystem mit den vielen Gelenken ist auf regelmässige, wechselwirkende Bewegungen angewiesen. Nur so kann eine reibungslose Funktion gewährleistet werden. Bei zu wenig Bewegung bildet sich un­ser Gewebe zwischen den Gelenken zurück, die Folge können schmerzhafte Arthrosen sein, bei denen die Knochen in den Gelenken aufeinander reiben. Ebenfalls können durch mang­elnde Bewegung Haltungsschäden entstehen, die auf eine Veränderung der Wirbelsäule durch zunehmenden Muskel­schwund entstehen. Ein weiterer Punkt ist, dass wir generell, trotz wenig Bewegung gleichviel Nahrung zu uns nehmen, die nicht natürlich verbrennt werden kann und somit vom Körper als Reserve angelegt wird. Dieser Überschuss an Energie führt zu Ablagerungen die zu Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes führen können.

Sport als Lösung?

Wer körperlich aktiv ist, senkt erwiesenermassen das Risiko an Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Diabetes, Osteoporose, Darmkrebs oder Rückenleiden zu erkranken. Wichtig ist dabei herauszufinden welche sportlichen Bewegungen für sich selber sinnvoll sind. Es ist nicht ratsam nach jahrelanger Sport-Abstinenz plötzlich täglich einen Stunde Joggen zu gehen, dies wäre für den Körper eine zu grosse Belastung. Die richtige Bewegung und Haltung während einer sportlichen Akti­vität sind ebenso wichtig wie Dauer und Intensität. Deshalb ist es ratsam sich langsam zu steigern und weiterzuentwi­ckeln. Pro Woche 2 bis 3 Stunden Radfahren oder Laufen ist sich ein guter Anfang. Zudem können die Muskeln entlang der Wirbelsäule mit einfachen Übungen gestärkt werden, um die gesunde Körperhaltung zu unterstützen.

Ärzte sind ebenfalls gefordert.

Die Diagnose ist in vielen Fällen klar und eindeutig; zu wenig Bewegung! Doch anstatt am Kern des Problems zu arbeiten verlässt man sich lieber auf teure Medikamente, Physiotherapien oder Operationen die vielfach nur kurzfristig Erfolg bringen. Die Patienten sowie die Ärzte müssen wieder lernen mehr Verantwortung für den eigenen Körper zu überneh­men. Mit einem Umdenken könnten jährlich tausende von Operationen und Behandlungen eingespart werden. Die Gesundheit unserer Körpers sollte uns am Herzen liegen, und wir sollten jetzt etwas ändern, solange wir es noch können.


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